In der Steinzeit lebte die Menschheit in kleinen, autoritär strukturierten Gemeinschaften und nutzte die durch Jagd, Fischfang und Sammeln beschafften Nahrungsmittel kollektiv. Ein Bedürfnis für wirtschaftlichen Austausch bestand nicht.
Eine einzigartige Erfolgsgeschichte erfuhr die Kauri, eine weiße oder hellgelbe Muschel von porzellanartiger Beschaffenheit, mit einer Länge von einem bis drei Zentimeter. Auf den Malediven, später auch auf den Philippinen und den Tongainseln in Polynesien wurde sie gesammelt.
Die Muschel als Finanzen-Mittel. Schon im alten China diente sie von 1500 v. Chr. bis 200 n. Chr. als Geldvorläufer. Arabische Händler brachten sie von Indien in die Heimatländer und bis nach Westafrika, so dass im 19. Jahrhundert über eine Entfernung von Polynesien bis Mauretanien (ca. 20.000 km) eine erstaunlich weit verbreitete ”Leitwährung” bestand.
Die Entstehung des Geldes, dieses "Finanzen-Mittels", reicht weit zurück in die Vergangenheit. Das erste Geld, so wird allgemein vermutet, wurde etwa um 4.500 v. Chr. in Mesopotamien (heute südlicher Irak) benutzt. Aus den gefundenen Keilschrifttexten geht hervor, daß zu jener Zeit notwendige Zahlungen in Silber getätigt worden sind. Um 1.500 v. Chr. gab es bereits "Preislisten".
Seitdem haben sich auf der ganzen Erde die verschiedensten Münzen entwickelt. Es gab sie in allen möglichen Größen. Es gab Münzen zunächst nur aus Gold und aus Silber, später aber wurden sie auch aus allen möglichen anderen Metallen hergestellt.