Die ältesten Schriftzeugnisse (4./3. Jahrtausend vor Christus) stammen aus der Stadt Uruk, 240 Kilometer südwestlich von Bagdad gelegen. Es handelte sich um Wirtschafts- und Gesetzestexte.
Die Keilschrift breitete sich im Verlauf der nächsten Jahrtausende aus. Auch die Assyrer und Babylonier, genauso wie die Elamer, Hethiter, Hurriter und die Urartäer bedienten sich gerne dieses Werkzeugs. Erst im 1. Jahrhundert vor Christus wurde Keilschrift durch das einfachere System der Aramäer ersetzt.
Im Mittelalter wurden Bücher noch mit der Hand geschrieben und liebevoll verziert. Oft wurde auf Tierhäuten geschrieben, sogenanntem Pergament. Die Herstellung eines Buches dauerte manchmal Monate. Daher gab es nur wenige, sehr kostbare Bücher.
Um 1440 hat bekanntlich der aus Mainz stammende Goldschmied Johannes Gutenberg (1394/99 1468) den Buchdruck mit beweglichen Metallettern erfunden. Da Gutenberg eine Nachbildung der mittelalterlichen Handschriften anstrebte, mußte er alle Buchstaben, Abkürzungen, Ligaturen etc. zur Verfügung haben (etwa 290 Zeichen). Ein anschauliches Beispiel dafür ist sein prachtvoller Druck der 42 zeiligen lateinischen Bibel (1455). Von Mainz breitete sich die Buchdruckerkunst rasch aus. Es entstanden Druckereien in Bamberg (1460), Straßburg (1462), Augsburg (1468), Nürnberg (1470), Ulm (1472), Lübeck (1473) und in Köln, das mit 29 Offizinen der größte Druckort Deutschlands im 15. Jahrhundert gewesen ist. Es waren somit vor allem die großen Handelsstädte, die aus vielerlei Gründen für die Umsetzung der neuen Erfindung einen günstigen Nährboden abgaben.